Fragen und Antworten

Was verstehen Sie eigentlich unter „Coaching“?

Unter Coaching verstehe ich das ziel- und lösungsorientierte Gespräch über Freud und Leid im Beruf und in privaten Belangen. Coaching ist in diesem Sinn ein zukunftsorientierter persönlicher Entwicklungsprozess. Vergleichen Sie hierzu bitte auch mein "Coaching-Konzept" in der Rubrik "Profil/Downloads".

Welchen Gewinn verspricht Coaching?

Ziel meiner Coachings ist die Veränderung des inneren Erlebens. Vereinfacht gesagt funktionieren wir so: Innere Prozesse, Gedanken und Gefühle, führen zu inneren Zuständen und innere Zustände führen zu (beobachtbarem) Verhalten. Durch die Veränderung inneren Erlebens schafft Coaching neue Handlungsmöglichkeiten – natürlich immer gebunden an Veränderungsziele, die der Klient einbringt oder gemeinsam mit mir entwickelt. Stillstand, Stagnation wird durch Coaching wieder zur Bewegung – beruflich und privat.

Wie läuft ein Coaching überhaupt ab?

Im Erstgespräch lernen wir uns kennen und erfahren, ob wir zusammen arbeiten können und wollen. Hier geht es ganz um Ihren „Themenspeicher“, das Thema oder die Themen, die Sie zurzeit bewegen. Wir gewichten diese Themen gemeinsam und treffen konkrete Vereinbarungen zur weiteren Zusammenarbeit. Zum Teil schließen sich dann mehrere Treffen an, in den denen wir Lösungen entwickeln, ihre Umsetzung erproben und weiter optimieren.

Verfügen Sie über einschlägige Beratungserfahrung?

Beratungserfahrung sammle ich seit über 20 Jahren. Rund zehn Jahre beriet ich internationale Konzerne in sämtlichen Kommunikationsfragen. Zuvor war ich zehn Jahre in verschiedenen Beratungsfeldern innerhalb des Non-Profit-Sektors aktiv.

Bringen Sie Führungserfahrung mit?

Ich habe in den vergangenen zwanzig Jahren Stabsstellen besetzt und meine Aufgaben immer auch als "Führungsaufgaben" verstanden. Allerdings nicht im formal-institutionellen Sinn des Begriffes "Führung". Das verschafft mir, so meine Überzeugung, im Coaching und der Begleitung von Führungskräften sogar einen ganz klaren Vorteil: Die Erfahrungen von Führungskräfte auf allen Ebenen ähneln sich. Eine Führungskraft wird die andere Führungskraft immer im Spiegel der eigenen Erfahrungen betrachten. Das öffnet psychologischen Phänomenen wie beispielsweise "Übertragungen" Tür und Tor. So stellt sich die Frage des Isokrates: Womit schleifen Sie ein Messer? Mit einem anderen Messer oder einem Schleifstein?

Sie bieten auch Trainings an. Worin sehen Sie denn den Unterschied zwischen einem Training und einem Coaching? Ist das nicht dasselbe?

Biete ich beispielsweise ein Kommunikationstraining an, schlüpfe ich in die Rolle eines Experten, der Spezialwissen vermittelt. Das setzt gute fachliche und didaktische Fähigkeiten voraus ebenso wie das klare Ziel, die Teilnehmer mit Blick auf erwünschte Verhaltensweisen zu schulen. Und ich gestalte im Vorhinein den Prozess, um dieses Ziel zu erreichen. Als professioneller Coach nehme ich im Vergleich dazu keine Lernschritte vorweg. Hier orientiere ich mich am individuellen Entwicklungs- und Veränderungsbedarf meines Gegenübers. Sich auf einen einzelnen Menschen intensiv einzustellen, erfordert ganz andere persönliche und auch methodische Kompetenzen, als sich vor eine Gruppe zu stellen und feststehende Inhalte zu vermitteln. Ein Coach muss in erster Linie ein brillanter Zuhörer und neugierig auf sein Gegenüber sein. Als Trainer muss ich vor allem gut präsentieren und motivieren. Es geht also dabei um zwei verschiedene Rollen.

Sie bieten auf Ihrer Homepage keine offenen Seminare/Trainings an. Wie kommt das?

Seminare, beziehungsweise Trainings halte ich für den zweiten Schritt vor dem ersten. Beispiel Team-Trainings: Bei einer Trainingsanfrage schlage ich zunächst Einzelgespräche mit den potenziellen Teilnehmern vor. Ein effizientes Training setzt nach meinem Verständnis voraus, potenzielle „Tretminen“ zu kennen, damit umzugehen und sie sogar konstruktiv zu nutzen. Ansonsten werden Trainings möglicherweise schnell unterhaltsam, aber wenig effizient. Ich folge hier einfach dem Grundsatz: So viel Veränderungsdynamik wie möglich, so wenig Gruppendynamik wie nötig.

Wie lange dauert ein Treffen?

Für ein Coaching setze ich normalerweise anderthalb Stunden an, nach Vereinbarung auch mehr, abhängig vom Thema unserer Treffen.

Sind Sie auch zwischen vereinbarten Terminen erreichbar?

Ja, wir stehen unseren Klienten nach Vereinbarung auch zwischen den Treffen telefonisch oder via E-Mail – zur Verfügung.

Welche Angebote sehen Sie für Führungskräfte vor?

Hier fokussiere ich auf die Rolle der Führungskraft als Coach – eine sehr schwierige Doppelrolle. Denn aus der Mitarbeiterperspektive ist die Führungskraft ja vor allem Disziplinarvorgesetzter. Inszeniert sich die Führungskraft nun als „Prozessbegleiter auf Augenhöhe“ wirft dies in aller Regel Akzeptanzprobleme auf. Mitarbeiter mögen nun einmal kaum glauben, dass dies möglich ist. Andererseits läuft Coaching durch Führungskräfte eben auch so ab, dass letztlich vom Mitarbeiter erwartet wird, das mentale Modell der Führungskraft zu übernehmen. Dass dies nicht gut gehen kann, liegt auf der Hand. Ich glaube nicht, dass irgendeine Führungskraft ihre Mitarbeiter „entwickeln“ kann. Entwickeln können sich beide nur selbst. „Personal Mastery“, ein Begriff von Peter Senge, dem Erfinder der Lernenden Organisation, ist deshalb für mich das entscheidende Stichwort. Zur Optimierung der „Personal Mastery“ habe ich ein Programm entworfen, das auf Selbstwahrnehmungstechniken, Kommunikationstools, Werte und individuelle Glaubenssysteme fokussiert. Auf diese Weise werden authentische und leistungsstarke Persönlichkeiten starke Teams formen und für ihr Unternehmen ins Feld ziehen.

Arbeiten Sie eigentlich nur für Unternehmen?

Nein. Wir arbeiten generell mit allen Personen zusammen, die vor oder mitten in einem Veränderungsprozess stehen, schwierige Ereignisse vor sich haben oder bewältigen möchten. Mein jüngster Klient war gerade einmal 17 Jahre alt, ein sensibler Gymnasiast, den vage Zukunftsängste umtrieben. Kein Einzelfall im Übrigen. Zurzeit geht dieser Personenkreis im Coaching noch völlig unter – unberechtigterweise.

Viele Ihrer Kollegen haben sich spezialisiert. Was halten Sie davon?

Voraussetzung für den Coach ist ein sehr hohes Maß an Empathie in Verbindung mit Gesprächs-, Frage- und Interventionstechniken, die auf den jeweiligen Klienten zugeschnitten sind. Stimmt dann auch noch das gegenseitige Vertrauensverhältnis, kann die Arbeit mit ganz verschiedenen Zielgruppen sogar eine Bereicherung sein. Coaching bietet viele Möglichkeiten für nahezu alle Entwicklungs- und Altersstufen. Es spricht nach meiner Erfahrung nach überhaupt nichts dagegen, mit einer Führungskraft ebenso zu arbeiten wie mit einem Jugendlichen. Ich denke bei diesem Vergleich natürlich vor allem an den Umgang mit einschränkenden Gefühlen wie Sorge, Unsicherheit, innere oder äußere Konflikte, Ängste sowie Werte und Glaubenssysteme.

Geht es im Coaching nur um gerade einschränkende persönliche Zustände?

Nein. Coaching ist nichts anderes als ein Entwicklungsinstrument. Zu klassischen Coaching-Themen gehört beispielsweise auch die Auseinandersetzung mit der eigenen Karriereplanung, die Arbeit an persönlichen Zielen sowie die Reflexion über Fragen der Vereinbarkeit von beruflichem und familiärem Leben, die Entwicklung von Balance-Strategien sowie persönlichen Indikatoren, persönlichen „Frühwarnsystemen“, wenn Sie so wollen. Es geht um zukunftsorientiertes Verhalten, nicht darum, den Fokus auf ein belastendes Thema zu legen und in seinen Ursachen „herumzustochern“.

Wie finde ich überhaupt heraus, ob Sie ein guter Coach sind, oder ob ich besser eine andere Wahl treffen sollte?

Es gibt einige formale Kriterien, die bei der Auswahl helfen: ein sehr gutes Fachwissen, profunde berufliche Erfahrung (Feldkompetenz) und eine gute Coaching-Ausbildung, die national und/oder international zertifiziert ist. All dies sollte ein Coach mitbringen. Weit wichtiger aber ist die Frage, ob Sie sich mit ihrem Coach eine Arbeitsbeziehung vorstellen können, die von Vertrauen geprägt ist. Um das herauszufinden, müssten Sie mich also kennen lernen.

Wo finden Ihre Coachings statt?

Meine Kunden können den Ort grundsätzlich selbst bestimmen. Voraussetzung dafür ist jedoch eine ungestörte Atmosphäre. Natürlich stellen auch wir geeignete Räume zur Verfügung.

Woran messen Sie den Erfolg Ihrer Arbeit?

Wenn ich spüre, dass ich bei meinem Gesprächspartner dazu beigetragen habe, seine Kräfte freizusetzen, um „Neuland“ zu erkunden, weiß ich, dass ich erfolgreich war. Wenn ich in diesem Sinn erfolgreich war, geben meine Kunden mir das auf vielfältige Weise zu verstehen. Im direkten Feedback, aber auch durch ihre gesamte Physiologie. Zudem ist es auch schon mal so, dass der gewünschte Zugewinn an Handlungsoptionen zugleich an quantitative Ziele gekoppelt ist. Dann wird natürlich alles „messbar“, so wie wir das Messen gewohnt sind. Das Signal dazu kommt allerdings immer von meinem Gesprächspartner. Er hat in der Regel ein Ziel, an dem wir gemeinsam arbeiten. Wenn Menschen ihren Zielen näher kommen, geben sie das auf vielfältige Weise zu verstehen.

Kann ich mir als Privatperson ein Coaching bei Ihnen finanziell erlauben?

Ja. Meine Honorare sind gestaffelt und berücksichtigen auch die Situation durchschnittlicher Verdiener.